Home Obstwein Radtour Websites Igel Impressum  
 
 
 
Obstwein & Likör: Likörzubereitung
 

  Jetzt ist es bald wieder so weit: Zwei Monate vor Weihanchten - also Mitte Oktober - muss der Weihnachtslikör angesetzt werden!

   
 
     
 

Liköre

Die einfachste Art, Likör selbst herzustellen, ist ein so genannter "Aufgesetzter". Simpel ausgedrückt, gibt man Früchte in eine Flasche, die entsprechende Menge Kandis drauf, und übergießt alles mit Kirschwasser, Himbeergeist oder Doppelkorn.
Nach meiner Erfahrung haben solche Aufgesetzte oft einen Nachteil: Sie schmecken zu wenig nach der Frucht und zuviel nach dem Geschmacksträger des verwendeten Alkohols, also Kirschwasser etc. Hier lohnt es sich, einmal ein wenig mit Weingeist zu experimentieren, denn der ist geschmacklich neutral. Weingeist bekommt man in kleinen Mengen in Apotheken (dort heisst er "Ethanol") und auch nur, wenn man versichert, dass er für rein medizinische Zwecke genutzt werden soll. Er ist recht teuer, was daran liegt, dass Weingeist hochprozentig ist (90 bzw. 96 Vol.%) und deswegen die Branntweinsteuer ziemlich zulangt.

Auch bei Likören kann ich Sauerkirsche emfpehlen, aber auch reife Erdbeeren, Himbeeren oder schwarze Johannisbeeren machen sich gut. Die Zubereitung ist relativ einfach und bei den genannten Früchten gleich. Man kann aber auch andere Früchte versuchen und muss halt ein bisschen ausprobieren.

Für den Sauerkirschlikör habe ich genommen:

  • 400 g reife Schattenmorellen (entsteinen und anschließend zerstampfen). In ein Gefäß mit großer Öffnung (z.B. Einweckglas) geben.
  • mit 100 ml Weingeist 90% aufgefüllt, so dass die Kirschmasse bedeckt ist. Deckel drauf (sonst verfliegt der Alkohol)!
  • Nach drei bis vier Tagen alles in ein großes sauberes Tuch schütten und kräftig abpressen, dass möglichst viel Saft herausläuft und nur noch trockene Pressrückstände im Tuch verbleiben. Presssaft: rund 400 ml.
  • 200 g Zucker im Saft kalt lösen (gut verrühren)
  • nochmals 100 ml Weingeist hinzufügen und Gefäß wieder verschließen.

Das Ganze sollte sechs bis acht Wochen ruhen. Evtl. Trubstoffe können dann gefiltert werden und der Likör in eine Flasche abgefüllt werden. Der Likör hat einen kräftigen Eigengeschmack und hat ein Verhältnis von etwa 2:1:1 Saft zu Zucker zu Alkohol, was einem Alkoholgehalt von grob geschätzt 25 - 30 vol.% entsprechen sollte. Aber wie gesagt: Durch Ausprobieren können andere Variationen nach persönlichem Geschmack gefunden werden!

Wer's nicht so süß mag, für den ist der Würzige Quittenlikör vielleicht das Richtige. Rezept auf Anfrage.

Alle Angaben nach bestem Wissen und Gewissen; Haftung und Gewähr ausgeschlossen!

   
29.09.2008