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An
Ruhr, Rhein und Lippe (August 2000)
Mühlheim - Duisburg - Dinslaken - Wesel - Schermbeck - Bottrop
- Gladbeck
1.
Tag [Karte]
Mit der S-Bahn S3 geht es bis Mühleim-Styrum. Kurzer Stopp
am Wassermuseum Aquarius (wer es besichtigen möchte, sollte
mindestens zwei Stunden Zeit mitbringen). Durch die Ruhrauen und
manchmal in unmittelbarer Nähe zur Autobahn fahren wir über
die Route "Rundkurs Ruhrgebiet" weiter bis zu den Häfen
in Duisburg-Ruhrort - Schauplatz von etlichen Schimanski-Tatorten.
Im Hafen kann man eine Schiffsrundfahrt machen, und auch ein Museumsschiff
liegt dort vor Anker. Kurz hinter der Ruhrmündung verlassen
wir die Route und wechseln auf die linke Rheinseite. Dort geht
es über den R17 am Rheindeich und in den Rheinwiesen am kleinen
Örtchen Baerl vorbei bis nach Orsoy, welches zu Rheinberg
gehört.
In
Orsoy haben wir ein Hotel gebucht. Der Ort ist richtig schön:
Auf dem Deich sieht man über den Rhein zu den großen
Industrieanlagen von Duisburg und Dinslaken, einen alten Pulverturm
und eineb Wallgraben gibt es zu bestaunen, das Ortsbild weist
nette Häuser und liebevoll restaurierte und mit Blumenkübeln
verzierte alte Brunnen in den Straßen auf.
2.
Tag [Karte]
Morgens setzen wir von Orsoy mit der Autofähre auf die andere
Rheinseite über (sie fährt ständig, so dass lange
Wartezeiten entfallen). Auf dem Rundkurs Ruhr geht es um das Naturschutzgebiet
Walsum Richtung Norden. Wir entscheiden uns, Dinslaken einen Besuch
abzustatten. Im Zentrum geht es auf einem Flohmarkt lebhaft zu,
etwas geruhsamer ist es am alten Stadtschloss. Direkt daneben
ein Freilichttheater unter schattigen Bäumen. Wir fahren
weiter, um das Steag-Werk mit dem weithin sichtbaren Kühlturm
und erreichen das Nest Götterswickerhamm. Hier muss man sich
entscheiden,
ob man weiter am Rhein lang fährt oder lieber durch die Felder
westlich von Voerde. Immer weiter geht es Richtung Wesel, und
nach einem wahrhaft schönen Ausblick am Rhein verlässt
der Radweg den Fluss, und wir queren zunächst den Wesel-Datteln-Kanal
und danach die Lippe. Wer Zeit hat, kann einen Abstecher nach
Wesel machen. Wir hatten noch einiges zu fahren und haben darauf
verzichtet - vielleicht beim nächsten Mal.
Während es nun Richtung Osten geht, verläuft der Radweg
schön durch Wald und Feld, die Lippe, die sich durch das
Naturschutzgebiet schlängelt, bekommt man aber nur selten
zu sehen. Absolut
sehenswert ist das kleine Örtchen Krudenburg. Hier sollte
man ruhig mal absteigen und sich die schönen Gassen ansehen
- mit dem Rad ist man nämlich zu schnell vorbei. Dann quert
der Radweg die Lippe, es geht ein Stück den Kanal entlang,
und bald darauf verlassen wir die Route, denn unser Etappenziel
ist Schermbeck-Gahlen, wo wir im Hotel übernachten wollen.
In Gahlen gibt es einen kleinen Teich mit Mühle, die Dorfkirche
liegt ansehnlich auf einem Hügel, und vor allem gibt es einen
großen Biergarten mit schattigen Bäumen, wo man seinen
Durst stillen kann. Wer sich die Mühe macht und über
den Kanal auf die andere Seite wechselt, findet dort eine kleine
Anlage mit einem Kneipp-Becken, in dem man die müden Füße
prima erfrischen kann.
3.
Tag [Karte]
Von Gahlen aus fahren wir durch den Gartroper Busch und den Hünxer
Wald Richtung Bottrop-Kirchhellen. Es tut gut, nach den abwechslungsreichen
Eindrücken eine Zeit lang mal nur durch den Wald zu fahren.
Am Heidehof in der Kirchheller Heide ist einiges los. In der Nähe
des Heidesees beschließen wir aufgrund des schlechten Wetters,
die geplante Route zurück ins Ruhrgebiet abzukürzen
und auf dem schnellsten Weg zu einem Bahnhof zu fahren. Wir steuern
Gladbeck-West an und fahren von dort mit dem Zug zurück.
Wer
Fragen zu dieser oder einer der anderen Routen hat, kann sich
gerne per Mail melden: ulli@ulrich-kestler.de
Alle
Angaben nach bestem Wissen und Gewissen; Haftung und Gewähr
ausgeschlossen!
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